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Saldosteuersatzmethode (MWST) - Horus Treuhand GmbH -> Mehr Erfolg durch unsere Erfahrung

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Saldosteuersatzmethode (MWST)
Im Schnitt führt die Saldosteuersatz-Methode (SSS) zu einem ähnlichen Steuerbetrag wie die effektive MWST-Methode. Das ist zumindest von der ESTV angestrebt. Ein individuelles Unternehmen wird damit aber wahrscheinlich Steuern sparen oder draufzahlen. Tendenziell profitieren Unternehmen mit überdurchschnittlichen Bruttogewinnmargen von der Saldosteuersatzmethode, da sie im Verhältnis zum Umsatz weniger vorsteuerberechtigten Aufwand haben und ihnen dennoch ein pauschaler Vorsteuerabzug angerechnet wird. Das Argument der Zeitersparnis, welches die SSS-Methode bringen soll, ist aufgrund der Digitalisierung weitgehend überholt und zu vernachlässigen.

Für gewisse Unternehmen ist die Saldosteuersatzmethode sogar ein extremer Nachteil. Beispielsweise ist die von Unterakkordanten in Rechnung gestellte Vorsteuer verloren und wenn die Marge ohnehin gering ist, kann das zu einem negativen Geschäft führen. Auch verliert man die Möglichkeit, die Bezugsteuer zurückzufordern, z.B. auf Werbeleistungen von Facebook bzw. Meta oder Google Ads. Ein weiteres Problem sind die sogenannten «Lohnarbeiten». Wenn diese wiederholt mehr als 10% des Umsatzes ausmachen, kommt ein deutlich höherer SSS für diese Leistungen zur Anwendung als jener, der bewilligt wurde. Die Praxis zeigt, dass die Definition von Lohnarbeiten vielen Geschäftsführern nicht geläufig ist. Ein typischer Fall ist, dass der Auftraggeber das Material selbst kauft und der Auftragnehmer nur noch die Montage übernimmt, also eine reine Lohnarbeit erbringt.

Unternehmen, die stark wachsen und entsprechend hohe Investitionen in Sachanlagen oder Warenlager tätigen, fahren mit der effektiven Methode in der Regel besser.
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